Weshalb und v.a. welche Smoothies wirklich gesund sind

Dass unser Speiseplan jeden Tag ganze fünf Portionen an Obst und Gemüse enthalten sollte, empfehlen Ernährungsexperten schon lange. Die Formel klingt einfach – und doch ist es oft so schwer, sie im Alltag umzusetzen. Zu häufig stecken wir im Stress, hetzen von einem Termin zum nächsten und bringen nicht die Zeit auf für eine geregelte, gesunde Ernährung. Obst und Gemüse als Smoothie, also in Form eines Drinks, können uns dabei helfen, das tägliche „Soll“ zu erfüllen. Sie sind voller wichtiger Nährstoffe und geben eine gesunde, leckere Zwischenmahlzeit ab. Smoothies selbst zuzubereiten ist keine Hexenkunst. Es macht sogar Spaß, immer wieder andere Zutaten miteinander zu kombinieren und neue Smoothies Rezepte zu erfinden.

Springen Sie gleich zu den für Sie interessantesten Themen:
  1. Was sind Grüne Smoothies?
  2. Warum gekaufte Smoothies fast nie gesund sind
  3. Was sind die gesundheitlichen Vorteile bei grünen Smoothies?

 

Definition und Geschichte

Der Begriff „Smoothie“ leitet sich ab vom englischen Wort „smooth“, das nichts anderes bedeutet als „fein“, „cremig“ oder „gleichmäßig“. Er bezeichnet ein Mixgetränk von cremig-sämiger Konsistenz, bestehend aus Obst, Gemüse, Wasser und evtl. Milchprodukten. Im Gegensatz zum gepressten Saft enthalten Smoothies das Püree aus der kompletten Frucht und somit auch einen Großteil von deren wertvollen Inhaltsstoffen.
Getränke unter diesem Namen wurden ursprünglich in den USA angeboten, wo sie in den 1960er Jahren vor allem bei Vegetariern im Trend lagen. Waren sie zunächst nur frisch in Saftbars erhältlich, so gab es sie bald in immer mehr Ländern auch als Fertigprodukt im Handel zu kaufen.

 

Was sind Grüne Smoothies?

Speziell den grünen Smoothie als Gesundheits- und Powerdrink erfand vor einigen Jahren die Rohkost-Expertin Victoria Boutenko. Die in den USA lebende Familienmutter hatte sich in den 1990er Jahren intensiv mit dem Thema Rohkost beschäftigt und durch entsprechende Ernährungsumstellung deutliche gesundheitliche Verbesserungen bei sich selbst und ihrer Familie erzielt. Als nach sieben Jahren eine Art Stillstand erreicht war, suchte sie nach weiteren Optimierungsmöglichkeiten.
Boutenko stellte fest, dass bei klassischer Rohkost-Ernährung der Anteil grüner Blattsalate zu kurz kommt. Im Verlauf ihrer weiteren Recherche befasste sie sich unter anderem mit den Ernährungsgewohnheiten unserer (genetisch betrachtet) nächsten Verwandten, der Schimpansen. Sie fand heraus, dass die Nahrung dieser Tiere, die über ein hervorragendes Immunsystem verfügen und selten krank sind, zu etwa 50 Prozent aus Früchten und zu weiteren 40 Prozent aus grünen Blättern besteht. In den Aufzeichnungen der berühmten Verhaltensforscherin Jane Goodall las Boutenko dann noch die Geschichte über einen Schimpansen, der Obst in ein grünes Blatt wickelte, bevor er es verzehrte. Dies brachte sie auf die zündende Idee, Obst mit grünem Blattgemüse zu mischen: Der grüne Smoothie war geboren.

Die Vorteile dieses im Mixer aufbereiteten Trunks liegen auf der Hand:
Erstens macht der Obstanteil das Ganze schmackhafter und weniger bitter. Zweitens wird durch den Vorgang des Zerhäckselns im Mixer die ursprünglich sehr kompakte Zellstruktur des Blattgrüns aufgebrochen, was die Verdauung wesentlich erleichtert. Außerdem lassen sich auf diese Weise viel größere Mengen an Blattgemüse verzehren. Schmackhafte Smoothies Rezepte machen das ganze zum Vergnügen.

 

Warum gekaufte Smoothies fast nie gesund sind

Die im Handel angebotenen, trinkfertigen Smoothies sind nur bedingt zu empfehlen. Viele von ihnen enthalten Zucker oder künstliche Zusatzstoffe, manche unterscheiden sich gar aufgrund ihres hohen Saft-Anteils kaum noch von gewöhnlichen Saftgetränken. Da der Begriff „Smoothie“ rechtlich nicht geschützt ist, sollten Sie vor einem Kauf immer gründlich die Liste der Inhaltsstoffe lesen.
Die Alternative sind selbstgemachte Smoothies. Ein hochwertiger Smoothie besteht ausschließlich aus reifem Bio-Obst (komplette Früchte – nicht nur Saft!), Gemüse, evtl. Blattsalaten und Wasser. Zwar kann das Getränk bis zu drei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden, es verliert jedoch mit der Zeit immer mehr von seinen Vitaminen, Enzymen und anderen Vitalstoffen. Eine Auswahl an Rezepten für leckere und gleichzeitig gesunde Smoothies finden Sie bei uns. Zu den neun Smoothies Rezepte für unterschiedliche Jahreszeiten (Sommer, Winter aber auch allgemeine Detox-Grüne Smoothies) gelangen Sie hier: Wintersmoothies.

Mixen Sie sich Ihren Smoothie daher am besten immer selbst. So wissen Sie genau, was drin ist, und können ihn ganz frisch genießen.
Für die Herstellung brauchen Sie lediglich einen guten Mixer oder Pürierstab, die Zutaten Ihrer Wahl sowie etwas Wasser. Waschen Sie das Obst und Gemüse, entfernen Sie gegebenenfalls die Schale, geben Sie alle Zutaten in den Mixer und pürieren Sie sie so lange, bis ein glatter, sämiger Drink entstanden ist. Das beste Ergebnis erzielen Sie hierbei mit einem Profimixer. Er hat eine höhere Leistung als die üblichen Küchengeräte, sodass am Ende keinerlei Bröckchen oder Faserstücke in der Flüssigkeit zurückbleiben.
Je nach Zusammensetzung können Sie Ihren Smoothie bei Bedarf noch mit etwas Honig oder Gewürzen sowie mit Joghurt, Kefir oder anderen Milchprodukten verfeinern.
Tipp: Je geringer der Obst- und je höher der Gemüse-Anteil, desto kalorienärmer und gesünder das Getränk. Für einen grünen Smoothie sollte der Anteil an Blattgemüse und Wildkräutern bei 50 Prozent liegen.

 

Gesunde Ernährung mit ausgeklügelten Smoothie-Inspirationen

Gute Smoothies können einen wertvollen Beitrag leisten zu einer ausgewogenen, gesunden Ernährung. Sie führen unserem Körper wichtige Vitamine, Enzyme, Mineral- und Nährstoffe zu. Da Smoothies nicht erhitzt werden, bleiben all diese Inhaltsstoffe in ihrer natürlichsten Form erhalten und sind somit besonders wirksam. Stellen Sie die Zutaten individuell zusammen – je nachdem, was Ihr Körper gerade braucht und welche Wirkung Sie erzielen möchten. Die Bandbreite der Kombinationsmöglichkeiten ist riesig. Neun Smoothies Rezepte für verschiedene Jahreszeiten und auch Grüne Smoothies finden Sie bei uns.

 

Die gesundheitlichen Vorteile im Einzelnen:

Enzyme

Manche der unzähligen chemischen Reaktionen in unserem Körper brauchen eine Art Katalysator, um in Gang zu kommen. Nahrungsenzyme sind solche Biokatalysatoren, und gerade in frischem Obst und Gemüse sind sie in hoher Konzentration vorhanden. Smoothies sind also für unseren Organismus eine gute Enzymquelle.

Ballaststoffe

Die im Smoothie enthaltenen Ballaststoffe aus Pflanzenfasern verlassen unseren Körper unverdaut. Bei ihrer Wanderung durch den Verdauungstrakt wirken sie wie kleine Schwämme, die die Darmwände reinigen. Sie regen die Darmaktivität an, beschleunigen die Ausscheidung von Giftstoffen, senken den Blutzuckerspiegel und stärken unsere Abwehrkräfte. Ballaststoffe können Gallensteinen vorbeugen und sogar manchen Arten von Krebs.

Gleichgewicht von Säuren und Basen

Um optimal zu funktionieren, braucht der menschliche Körper einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt. Ist dieser nicht gegeben, fühlen wir uns müde und abgeschlagen, leiden verstärkt unter Kopfschmerzen und eventuell sogar Übelkeit. Auch an Haut und Haaren können Veränderungen auftreten. Durch übermäßigen Genuss von Zucker, Weißbrot, Fleisch und anderen säurebildenden Lebensmitteln tendieren wir zu einer chronischen Übersäuerung mit all ihren Folgen. Gemüse, Salate, Kräuter und auch etliche Obstsorten bilden hier als besonders basische Nahrungsmittel den wichtigen Gegenpol. So trägt ein guter Smoothie zum Ausgleich des Säure-Basen-Haushalts in unserem Organismus bei.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Besonders in grünem Blattgemüse finden sich große Mengen an Phytaminen. Diese sekundären Pflanzenstoffe stimulieren das Immunsystem, wirken antibakteriell und antiviral. Sie sind blutverdünnend, schützen die Leber und beugen Arthritis vor. Als Antioxidantien verlangsamen sie den natürlichen Alterungsprozess und können der Entstehung von Tumorzellen vorbeugen.
Was läge also näher als der regelmäßige Genuss grüner Smoothies, um sich mit diesen wichtigen Pflanzenstoffen zu versorgen?1

Mikronährstoffe

Der Gehalt an Mikronährstoffen in grünem Blattgemüse (Wildgemüse, Kräuter und Sprossen, Spinat, Mangold etc.) ist um ein vielfaches größer als der in Kartoffeln, Getreide, Fleisch oder Milch. Was viele nicht wissen: Die Blätter von Kohlrabi, Karotten, Rote Bete und Radieschen enthalten viel mehr Vitamine und Mineralstoffe als die Knollen selbst. Anstatt sie auf den Kompost zu werfen, sollten wir sie also ruhig auch mal in grünen Smoothies verarbeiten.

Detox: Entschlackung und Entgiftung

Für eine ganzheitliche Entgiftungskur (Detox) eignen sich insbesondere grüne Smoothies Rezepte. Der basische Drink hilft dabei, Giftstoffe aus dem Körper auszuleiten und führt ihm gleichzeitig alle wichtigen Nährstoffe zu. Eine solche Entschlackung kann den Auftakt bilden zu gezielter Gewichtsabnahme oder zu einer kompletten Änderung der Ernährungsgewohnheiten. Auch der spirituell-meditative Aspekt des inneren Reinigungsprozesses spielt eine Rolle: Geistige Leistungsfähigkeit und Kreativität werden angeregt, der bewusste Nahrungsverzicht schafft – bei gleichzeitig ausreichender Zufuhr von Nährstoffen durch die Smoothies – Raum für höhere Dinge.
Neben den grünen Detox-Zutaten wirken auch rote Früchte, Beeren, Orange, Zitrone und Ananas entschlackend.

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