Was ist ein Hochleistungsmixer?

Hochleistungsmixer sind Standmixer die eine hohe Watt-Leistung sowie hohe Umdrehungszahl haben und somit als Profi-Smoothie Maker geeignet sind. Wer sich gesund ernährt und grüne Smoothies liebt, benötigt einen Hochleistungsmixer. Denn zur Zubereitung der schmackhaften, vitalstoffreichen Drinks reicht ein normaler Küchenmixer nicht aus: viele recht leistungsfähige Standmixer schaffen es manchmal nicht, faserreiches Blattgemüse so zu pürieren, dass es vom Körper optimal verwertet werden kann.

Cremige Grüne Smoothies mit einem Hochleistungsmixer

Grüne Smoothies müssen so sämig sein, dass sie auf der Zunge zergehen. Denn nur in dieser Konsistenz können die in den Zutaten enthaltenen Vital-Stoffe bestmöglich aufgenommen werden. Kann der Mixer die Zellulose-Wände des Blattgemüses jedoch nicht vollständig aufbrechen, bleibt ein Großteil der wertvollen Pflanzen-Proteine, Mineralien, Spurenelemente und Vitamine in den Zellwänden eingeschlossen. In dieser Form sind sie für den Körper nutzlos und werden daher über die Verdauung ausgeschieden. Die mangelhafte Aufspaltung der pflanzlichen Zellulose führt außerdem häufig zu Verdauungsstörungen. Auch der Geschmack des grünen Gesund-Drinks lässt zu wünschen übrig, da die verwendeten Zutaten durch die schlechtere Mixer-Leistung nicht ausreichend miteinander vermischt werden.

Worin sich Hochleistungsmixer von Küchenmixern unterscheiden

Normale Stand-Mixer haben eine Leistung von weniger als 1000 Watt und höchstens 20000 Umdrehungen pro Minute. Damit arbeiten sie wesentlich langsamer als Turbo-Mixer. Sie sind nicht für den täglichen Gebrauch und für stark faser-haltige Zutaten konzipiert. Obst-Smoothies, Pestos und Milch-Shakes können problemlos zubereitet werden. Dasselbe gilt für gekochtes Gemüse und klein Geschnittenes. Im Gegensatz zu Profi-Geräten, die kaum störanfällig sind, haben normale Küchenmixer eine Lebensdauer von nur wenigen Jahren.

Bereitet sich der Nutzer mit seinem Stand-Mixer einen grünen Smoothie zu, benötigt er dafür häufig 2 bis 3 Minuten. Im schlimmsten Fall wird der Motorblock seines Küchengeräts dabei heiß: Das Pürieren von Faserstoffen erfordert eine Leistung, für die der Mixer technisch nicht ausgelegt ist. Liefe der Motor öfter heiß, müsste der Nutzer sein Gerät bald durch ein neues ersetzen. Eingefleischte Rohkost und grüne Smoothie Fans verwenden deshalb Hochleistungsmixer, wie man sie häufig in der Gastronomie findet.

Die meisten Hochleistungsmixer haben eine Drehzahl von 24000 bis 40000 U/min und kommen auf eine Leistung von 1200 bis 2000 Watt. Das entspricht einer Motor-Stärke von 2 bis 3 PS. Da bei professionellen Anwendungen größere Mengen verarbeitet werden, haben die Turbo-Mixer auch einen größeren Mix-Behälter. Er hat ein Fassungsvermögen von 1 bis 2 Liter. Das Schneidwerk mit seinen hochwertigen scharfen Edelstahl-Messern ist in den Behälter integriert und kann Faser reiches Gemüse innerhalb von einer Minute pürieren.

Hochleistungsmixer haben i.d.R. einen Überhitzungsschutz, sodass man sie täglich nutzen kann. Die Geschwindigkeit der Geräte wird entsprechend der zu verarbeitenden Menge und Art der Zutaten über einen stufenlosen Regler eingestellt. Wer beispielsweise das gröbere Pesto in seinem Hochleistungsmixer zubereiten möchte, wählt dazu einfach Stufe 1. Zwischen dem Motorblock und dem darüber befindlichen Mixbecher ist eine Metall-zu-Metall-Verbindung angebracht. Die meisten Behälter haben eine Form, die ein optimales Mix-Ergebnis liefert. Ein gutes Strömungsverhalten hat das Mix-Gut beispielsweise in einem viereckigen Mixbecher. Durch eine Öffnung im Deckel stopft man mit dem Stößel widerspenstige Gemüse-Teile so nach, dass sie sofort von den rotierenden Messern erfasst und zerkleinert werden.

Arbeitsleistung von Profi-Mixern

Hochleistungsmixer verarbeiten mühelos alle gängigen Gemüsesorten, das Grün von Karotten und Kohlrabi, Kräuter, Wildkräuter und Früchte. Teurere Profi-Geräte haben noch zusätzliche Funktionen. So kann man sich beispielsweise einer anderen Aufgabe zuwenden, während das Küchengerät den Smoothie zubereitet. Hochleistungsmixer verfügen außerdem noch über die Easyclean Funktion (automatische Reinigung des Mix-Bechers). Wer mit seinem Profi-Mixer große Eiswürfel zerkleinern möchte, kann das durch Anwählen der Ice-Crush Funktion tun. Für ganz Gesundheitsbewusste gibt es Hochleistungsmixer mit Temperatur-Sensor im Stößel. Einige der teureren Geräte sind nicht nur grüne Smoothies Mixer: Man kann mit ihnen auch noch heiße Suppen kochen.

Was man beim Kauf eines Hochleistungsmixers unbedingt beachten sollte

Wer sich einen Hochleistungsmixer kaufen möchte, sollte sich zuvor darüber im Klaren sein, für wie viele Personen das Gerät gekauft wird. Eine vielköpfige Familie benötigt einen Mixer mit größeren Behälter als ein Single, der seine Smoothies nur für sich selbst herstellt. Außerdem muss er sich überlegen, ob der Hochleistungsmixer nur das normale Mix-Programm (und vielleicht noch die Zerkleinerung von Eiswürfeln) bieten soll, oder ob er damit noch andere Küchenarbeiten verrichten möchte. Allround-Profi-Mixer, die noch zusätzlich Teig kneten, hacken und mahlen können, sind dementsprechend teurer. Um mit dem Hochleistungsmixer das bestmögliche Arbeitsergebnis zu erzielen, sollte er eine hohe Umdrehung und Wattzahl, scharfe Messer und eine geeignete Becher-Form haben. Gute Hochleistungsmixer sind mindestens 24000 U/min schnell und wenigstens 1200 Watt stark. Geräte mit größerem Behälter erfordern grundsätzlich eine höhere Motor-Leistung. Bei ihr sollte der Kauf-Interessent besonders skeptisch sein: Es gibt Hersteller, deren technische Angaben sich auf die Leerlauf-Leistung des Geräts (also ohne Behälter und Mix-Gut) beziehen – was nichts über die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Mixers aussagt und dem Anwender nichts nützt.

Auch die Gestaltung des Mix-Behälters ist wichtig: Becher mit viereckiger Form haben eine höhere Sogwirkung, sodass das Schneidwerk öfter mit dem Mix-Gut Kontakt hat. Außerdem stehen bei einem breiteren Behälter die Messer weiter voneinander ab. So kommt es an den Außenkanten der Klingen zu einer höheren Geschwindigkeit – was letztlich zu einer besseren Aufspaltung der Zellulose-Bestandteile führt. Da Hochleistungsmixer aus technischen Gründen wesentlich lauter arbeiten als herkömmliche Küchenmixer, sollte man – wenn man in einer hellhörigen Mietwohnung lebt – ein Gerät mit einem leiseren Betriebsgeräusch wählen und es notfalls noch auf eine weiche Unterlage (dickes Handtuch) stellen. Auch die Herstellergarantie spielt eine wichtige Rolle beim Kauf eines Hochleistungsmixers. Die meisten Anbieter bieten eine Gewährleistung von 5 bis 7 Jahren. Ist die Garantie-Dauer kürzer, sollte der Kauf-Interessent vorsichtig sein.

Was den Mix-Behälter angeht, so hat der Kunde die Wahl zwischen Turbo-Mixern mit Glasbecher und solchen, die einen Kunststoffbehälter haben. Beim Kauf eines Profi-Geräts mit Kunststoffbecher empfiehlt es sich, auf die Bezeichnung „BPA-frei“ zu achten, denn verschiedene Hersteller verwenden für ihre Mix-Gefäße Kunststoffe mit BPA (Bisphenol A). Die Substanz kann Östrogen artig auf den menschlichen Körper wirken und wird freigesetzt, wenn sie mit Lebensmitteln in Berührung kommt. Da die gesundheitlichen Risiken des Stoffes aktuell noch nicht eingeschätzt werden können, darf die chemische Substanz in der Lebensmittelbranche zur Kunststoff-Herstellung weiter eingesetzt werden.

Hier geht es zum Hochleistungsmixer Test.

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